Das Dark Web besteht aus Netzwerken und Websites, auf die nur über spezielle Software zugegriffen werden kann, die deine Identität anonymisiert. Während das Dark Web zwar für legitime Zwecke genutzt werden kann, wird es häufig mit illegalen Aktivitäten wie dem Kauf und Verkauf gestohlener persönlicher Daten in Verbindung gebracht. Wenn deine Daten dort verfügbar sind, besteht das Risiko eines Identitätsdiebstahls. Ein Dark-Web-Überwachungsdienst wie unserer kann dich benachrichtigen, wenn deine sensiblen Daten dort gefunden werden, wo sie nicht hingehören.
Unter der Oberfläche des Internets verbirgt sich das Dark Web, eine Sammlung von Netzwerken und Websites, auf die nicht über herkömmliche Suchmaschinen oder Browser zugegriffen werden kann.
Das Dark Web kann für legitime Zwecke genutzt werden, etwa für die private Kommunikation. Da es jedoch vollständige Anonymität bietet, wird das Dark Web häufig für illegale oder schädliche Online-Aktivitäten genutzt, etwa für Drogenhandel, Betrug und Geldwäsche.
Tatsächlich nutzen Identitätsdiebe das Dark Web häufig, um gestohlene persönliche Daten zu kaufen und zu verkaufen.
In diesem kurzen Leitfaden erfährst du, warum es das Dark Web gibt, wie Cyberkriminelle es nutzen und wie du dort nach deinen eigenen Daten suchen kannst.
Warum wurde das Dark Web geschaffen?
Das Dark Web wurde nicht durch eine einzelne Person oder Organisation erschaffen. Vielmehr entwickelte es sich im Laufe der Zeit mit dem Internet.
Dennoch lässt sich die Geschichte des Dark Web bis in die 1990er-Jahre zurückverfolgen, als Forscher des U.S. Naval Research Lab begannen, eine anonyme Methode zur Weiterleitung von Datenverkehr im Internet zu entwickeln.
Dies führte zur Entwicklung des Tor-Browsers, der ursprünglich zum Schutz der Identität von Geheimagenten entwickelt wurde. Tor, kurz für „The Onion Router“, leitet deinen Internetverkehr durch mehrere Schichten (daher die Zwiebel-Metapher). Dieser Vorgang macht deine IP-Adresse und dein Surfverhalten unauffindbar.
Tor wurde 2004 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wodurch jeder Zugang zum Dark Web erhielt.
Heute ist das Dark Web jedoch nicht mehr nur auf Tor beschränkt; auch andere Browser wie I2P und Freenet können für den Zugriff auf das Dark Web genutzt werden.
Wo befindet sich das Dark Web?
Um zu verstehen, wo sich das Dark Web befindet, müssen wir zunächst die drei Ebenen des Internets betrachten: Surface Web, Deep Web und Dark Web.
Das Surface Web
Das Surface Web, auch als „sichtbares Web“ bekannt, ist die Ebene des Internets, die von den meisten Menschen genutzt wird. Hier kannst du allgemeine Websuchen durchführen, soziale Netzwerke nutzen oder Nachrichten lesen.
Um das Surface Web zu nutzen, benötigst du nur zwei Dinge: ein internetfähiges Gerät und einen Internetzugang. Es gibt keine geheimen URLs oder spezielle Software. Gehe einfach zu Google oder einer beliebigen anderen Suchmaschine, um auf das Surface Web zuzugreifen.
Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Surface Web und im Dark Web. Es gibt jedoch einige entscheidende Unterschiede.
Ein wichtiger Unterschied: Bei der Suche im Surface Web musst du weder die direkte URL einer Website eingeben noch überhaupt wissen, dass sie existiert. Das liegt daran, dass jede Website im Surface Web indexiert ist, d. h., sie ist für Suchmaschinen sichtbar. Beim Deep Web und Dark Web ist das nicht der Fall (mehr dazu später).
Das Deep Web
Es gibt ein weitverbreitetes Missverständnis, dass Deep Web und Dark Web dasselbe seien, doch tatsächlich handelt es sich um zwei ganz unterschiedliche Bereiche.
Was also ist das Deep Web?
Das Deep Web, auch als „unsichtbares Web“ oder „verstecktes Web“ bekannt, umfasst alle Online-Seiten, die nicht von Suchmaschinen indexiert werden (zum Beispiel passwortgeschützte Seiten).
Die überwiegende Mehrheit dieser Seiten ist völlig legal, und viele von ihnen sind sogar unverzichtbar für die sichere Nutzung des Internets. Hier sind einige Beispiele für Inhalte, die du im Deep Web finden kannst:
E-Mail
Online-Banking
Video-Streaming-Abonnements
Gesundheitsdaten
Rechtsdokumente
Das Dark Web
Ganz unten im Deep Web befindet sich das Dark Web. Das Dark Web, auch als „Darknet“ bezeichnet, ist ein Teil des Internets, der absichtlich verborgen und über normale Webbrowser nicht zugänglich ist.
Während die Inhalte des Deep Web für Suchmaschinen im Wesentlichen verborgen sind, kannst du auf die meisten dieser Informationen genauso zugreifen wie auf Seiten im Surface Web, vorausgesetzt, du verfügst über die entsprechenden Zugangsdaten und Berechtigungen.
Beim Dark Web ist das nicht der Fall.
Das Dark Web nutzt zwar das Internet, ist aber nur über spezielle Software, Berechtigungen oder Konfigurationen zugänglich. Wenn du versuchen würdest, mit einem herkömmlichen Browser wie Google Chrome, Safari oder Internet Explorer auf eine Dark-Web-Seite zuzugreifen, würdest du eine Fehlermeldung erhalten.
Im Dark Web gibt es keine .coms, .nets oder andere Domainendungen, die du wahrscheinlich schon einmal verwendet hast. Es gibt nur URLs, die auf .onion enden.
Was gibt es im Dark Web?
Aufgrund seiner Anonymität wird das Dark Web häufig von den unterschiedlichsten Kriminellen genutzt, darunter Cyberkriminelle, Hacker, Terroristen und Drogenhändler.
Illegale Marketplaces sind eine beliebte Methode, mit der Kriminelle illegale Waren und Dienstleistungen im Dark Web verkaufen. Diese Marketplaces funktionieren ähnlich wie E-Commerce-Websites im Surface Web, etwa Amazon oder eBay.
Allerdings findest du auf Marketplaces im Dark Web möglicherweise folgende illegale Artikel zum Verkauf:
Drogen
Schusswaffen und Waffen
Gefälschte Artikel
Gestohlene personenbezogene Daten
Botnet-Malware
Eine beliebte Zahlungsmethode im Dark Web sind Kryptowährungen, da sie es Nutzern ermöglichen, Gelder anonymer zu kaufen und zu überweisen.
Wie nutzen Identitätsdiebe das Dark Web?
Das Dark Web bietet Identitätsdieben eine anonyme und nicht nachverfolgbare Plattform, um gestohlene persönliche Daten zu verkaufen, zu kaufen und auszutauschen.
So funktioniert es: Wenn ein Krimineller an deine persönlichen Daten gelangt (sei es durch Phishing, Datenschutzverletzungen usw.), veröffentlicht er sie möglicherweise zum Verkauf im Dark Web. Diese Art von Informationen ist wertvoll, da sie für Identitätsdiebstahl und Betrug genutzt werden kann.
Ganze Datensätze, die bei Datenschutzverletzungen gestohlen wurden, können als Pakete verkauft werden, sodass Kriminelle auf einen Schlag ganze Sammlungen persönlicher Daten erwerben können.
Welche Art von Informationen könnte im Dark Web veröffentlicht werden? Es ist nicht ungewöhnlich, dort Führerscheinnummern, Kreditkarten- und Bankkontodaten sowie Benutzernamen und Passwörter zu finden. Wenn ein Identitätsdieb an deine Daten gelangt, könnte er damit betrügerische Konten eröffnen, Einkäufe ohne deine Erlaubnis tätigen oder in deinem Namen Kredite beantragen.
Darüber hinaus tauschen Identitätsdiebe in Foren und Chaträumen im Dark Web häufig Tipps, Tricks und Strategien zum Stehlen und Missbrauchen persönlicher Daten aus.
Hacker im Dark Web können außerdem Botnetze (Netzwerke aus mit Malware infizierten Computern) kaufen oder mieten, um damit DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) durchzuführen oder Schadsoftware zu verbreiten.
Ist das Dark Web illegal?
Nicht jeder, der das Dark Web nutzt, ist ein Cyberkrimineller, Hacker oder Identitätsdieb. Der Zugriff auf das Dark Web ist zudem nicht illegal.
Das Dark Web kann auch für Menschen, die Gutes tun wollen, eine wichtige Ressource sein. So nutzen beispielsweise einige bekannte deutsche Medienorganisationen anonyme Kontaktsysteme im Dark Web, um investigative Hinweise, Informationen von Whistleblowern und vertraulichen Quellen entgegenzunehmen. Dies dient dem Quellenschutz und dem investigativen Journalismus.
Die Teilnahme an Cyberkriminalität im Dark Web ist jedoch eine gesetzlich strafbare Handlung.
So überwachst du deine Daten im Dark Web
Die gute Nachricht ist, dass du Maßnahmen ergreifen kannst, um deine Daten zu schützen und zu verhindern, dass sie im Dark Web landen. Hier sind einige wichtige Empfehlungen, die du befolgen solltest:
Lege für jedes Online-Konto starke und einzigartige Passwörter fest, und erwäge zur zusätzlichen Sicherheit die Nutzung eines Passwort-Managers
Aktiviere die Multi-Faktor-Authentifizierung für deine Online-Konten
Vernichte physische Dokumente, die nicht mehr benötigt werden
So funktioniert unsere Dark-Web-Überwachungsfunktion
Wenn du über einen Digital Schutz verfügst, melde dich in deinem Konto-Dashboard an, um die Dark-Web-Überwachung zu aktivieren. Hier findest du unsere detaillierte Anleitung zur Einrichtung.
Gib anschließend die Daten ein, die im Dark Web überwacht werden sollen. Du kannst Anmeldedaten und andere persönliche Informationen überwachen lassen, etwa deine Kredit- und Debitkartennummern, Führerscheinnummer und mehr.
Anschließend durchsucht unsere künstliche Intelligenz das Dark Web nach deinen Daten, sodass wir deine personenbezogenen Daten selbst hinter verschlossenen Türen aufspüren können.
Wenn wir deine sensiblen Daten dort entdecken, wo sie nicht hingehören, informieren wir dich umgehend, damit du schnell reagieren kannst, z. B. durch Ändern deines Passworts, um dich vor Betrug zu schützen.
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