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Social Media sicher nutzen: So schützt du deine Identität 

Mädchen mit einem SquareTrade-Gerät

Vielleicht nutzt du Social Media, um Familienfotos zu teilen, mit weit entfernt lebenden Angehörigen in Kontakt zu bleiben oder Erinnerungen an frühere Wohnorte zu posten und alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen. 

Leider solltest du bei der Frage, wer Social Media nutzt, auch Identitätsdiebe und Betrüger im Blick haben. 

Ein bewusster Umgang mit deiner Privatsphäre in Social Media ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Identitätsdiebstahl. Identitätsdiebe nutzen soziale Netzwerke häufig, um potenzielle Opfer zu finden und Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Betrüger können sich als „Online-Freunde“ ausgeben, um dich dazu zu verleiten, Geld zu senden oder sensible persönliche Informationen preiszugeben, die für einen Identitätsdiebstahl missbraucht werden können. Überlege dir daher genau, welche Inhalte du in Social Media veröffentlichst, und ignoriere Kontaktanfragen oder Nachrichten von Personen, die du nicht kennst. 

 

Identitätsdiebstahl in Social Media – die Grundlagen 

Zu den häufigsten Vorgehensweisen von Betrügern gehören:

  • Betrüger erstellen ein gefälschtes Profil, versuchen, sich mit dir anzufreunden, dein Vertrauen zu gewinnen und dich dazu zu bewegen, Geld zu überweisen oder vertrauliche Informationen preiszugeben.
  • Kriminelle nutzen gestohlene Zugangsdaten oder andere Methoden, um sich Zugriff auf dein Benutzerkonto zu verschaffen und an deine persönlichen oder finanziellen Informationen zu gelangen.
  • Betrüger schalten Anzeigen mit Angeboten, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein. Diese Anzeigen führen auf gefälschte Online-Shops, die deine Zahlungsdaten erfassen, die bestellte Ware wird jedoch nie geliefert. 

 

Gib nicht zu viele persönliche Informationen preis 

Manche Menschen teilen in Social Media viele persönliche Informationen. Du solltest jedoch bedenken, dass Kriminelle diese Informationen nutzen können, um gezielte Phishing-Angriffe vorzubereiten. 

Je mehr Kriminelle über dich erfahren, desto besser können sie ihre Vorgehensweise auf dich abstimmen. Hochgradig personalisierte Angriffe sind häufig erfolgreicher. 

Wenn du beispielsweise deinen Arbeitgeber online angegeben hast, wie die mehr als 30 Mio. Menschen im DACH-Raum, die LinkedIn nutzen, kann ein Betrüger diese Information nutzen und sich als Kollegin, Kollege oder Vorgesetzte bzw. Vorgesetzter ausgeben, um dich dazu zu bringen, Geld oder persönliche Informationen preiszugeben. 

Wenn du online über ein bestimmtes Hobby oder eine besondere Leidenschaft berichtest, kann ein Betrüger diese Informationen nutzen, um dich auf eine Landingpage zu locken, die seriös aussieht, tatsächlich aber Schadsoftware auf deinem Computer installiert oder deine Zahlungs- bzw. persönlichen Daten abgreift.

Wenn du regelmäßig mit Freunden über Social Media kommunizierst, können Phishing-Betrüger diese öffentlichen Unterhaltungen auswerten. Mithilfe dieser Informationen können sie sich glaubhaft als deine Freunde ausgeben und versuchen, an deine Zugangsdaten oder andere vertrauliche Informationen zu gelangen.

Kriminelle beobachten möglicherweise auch deine Beiträge auf Hinweise zu deinem Passwort. Verwende daher kein Passwort, das sich leicht erraten lässt, etwa den Namen deines Haustiers oder dein Geburtsdatum. 

 

Das Teilen deines Standorts kann Straftaten in der realen Welt begünstigen  

Leider nutzen manche Kriminelle Social Media auch zur Vorbereitung von Straftaten außerhalb des Internets.

Wenn du beispielsweise während deiner zweiwöchigen Hochzeitsreise in Echtzeit Beiträge veröffentlichst, teilst du gleichzeitig öffentlich mit, dass du für längere Zeit nicht zu Hause bist. Einbrecher könnten einen solchen Urlaubsbeitrag als Einladung zu einem Einbruch verstehen.

Dasselbe gilt im Alltag. Beiträge in Echtzeit können deinen regelmäßigen Tagesablauf oder deinen aktuellen Aufenthaltsort offenlegen.

Wenn du deine Beiträge oder Standort-Check-ins erst einige Stunden oder sogar Tage später veröffentlichst, hast du außerdem mehr Zeit zu prüfen, ob du unbeabsichtigt mehr Informationen preisgibst als beabsichtigt – beispielsweise auf einem Familienfoto vor deinem Haus, auf dem auch die Hausnummer zu erkennen ist. 

 

Sei vorsichtig bei gefälschten oder gehackten Konten 

Wenn du online kommunizierst, lässt sich nicht immer überprüfen, ob eine Person tatsächlich diejenige ist, für die sie sich ausgibt.

Hinter vermeintlichen Online-Freunden können sich Betrüger verbergen, die es auf deine persönlichen Informationen abgesehen haben. Eine einfache Möglichkeit, dieses Risiko zu verringern, besteht darin, Freundschaftsanfragen von Personen abzulehnen, die du nicht persönlich kennst.

Dennoch können auch Konten enger Freunde oder verifizierte Profile gehackt werden.

Außerdem solltest du jede Online-Anfrage, bei der du Geld senden oder persönliche Informationen preisgeben sollst, mit Vorsicht betrachten – selbst wenn sie scheinbar von einer vertrauenswürdigen Marke, einer bekannten Persönlichkeit oder einer dir bekannten Person stammt. 

 

Tipps für mehr Sicherheit in Social Media 

Das Leben im digitalen Zeitalter ist nicht frei von Risiken. Das ist jedoch kein Grund, auf die Vorteile des Internets zu verzichten.

Beachte bei der Nutzung von Social Media folgende Empfehlungen:

  • Lehne Freundschaftsanfragen von Personen ab, die du nicht persönlich kennst.
  • Warte einige Stunden oder sogar Tage, bevor du Inhalte veröffentlichst, aus denen dein Standort hervorgeht.
  • Überlege genau, welche persönlichen Informationen du online teilst.
  • Sei vorsichtig bei Anfragen nach vertraulichen Informationen oder Zahlungsdaten, selbst wenn sie scheinbar von engen Freunden, prominenten Persönlichkeiten oder bekannten Unternehmen stammen.
  • Klicke Links in deinem Social-Media-Feed nicht unüberlegt an. Bewege den Mauszeiger über verkürzte URLs, um das tatsächliche Ziel anzeigen zu lassen.

Für deine eigenen Konten bieten viele Social-Media-Plattformen Benachrichtigungen über neue Anmeldungen an. So wirst du informiert, wenn jemand versucht, sich bei deinem Konto anzumelden. Befolge in diesem Fall die Sicherheitsempfehlungen der jeweiligen Plattform, etwa die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (sofern verfügbar), die Änderung deines Passworts oder die Kontaktaufnahme mit dem Support. 

Wenn du über einen Digital Schutz-Tarif verfügst, kannst du die Social-Media-Überwachung aktivieren. Diese informiert dich über verdächtige Aktivitäten, beispielsweise Hinweise auf eine Kontoübernahme oder andere Formen von Betrug. Hier findest du unsere detaillierte Anleitung zur Einrichtung. 

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